Ein Projekt, das kaum beginnen durfte
Dieser schöne Mercedes-Benz 190 SL kam aus dem Raum Hamburg zu uns. Es handelte sich um einen US-Import, der bei uns restauriert werden sollte. Der W121 gehört zu den bekanntesten offenen Mercedes-Klassikern der 1950er und frühen 1960er Jahre. Genau deshalb hatten wir uns auf dieses Projekt wirklich gefreut.
Doch manchmal endet eine Restauration, bevor sie richtig beginnt.
Auswanderung statt Restaurationsbeginn
Als wir mit den ersten Arbeiten am 190 SL begannen, waren sie praktisch schon wieder vorbei. Der Eigentümer teilte uns mit, dass er mit seiner Familie nach Spanien auswandert und seine Oldtimer-Sammlung verkauft.
Damit wurde das Projekt abgebrochen. Nicht wegen der Substanz, nicht wegen technischer Probleme und nicht wegen einer Kostenexplosion, sondern aus privaten Gründen des Eigentümers. Der Wagen blieb damit eines dieser Projekte, die man gerne gemacht hätte, die aber nie in die eigentliche Werkstattphase kamen.
Mercedes 190 SL als Restaurationsbasis
Der Mercedes 190 SL ist kein einfacher Roadster. Karosserie, Chrom, Innenraum, Verdeck, Spaltmaße und US-spezifische Details verlangen bei einer Restauration viel Sorgfalt. Gerade bei Importfahrzeugen müssen Zustand, Umbauten, Vollständigkeit und Dokumente genau geprüft werden.
In diesem Fall blieb es bei der Vorbereitung und dem frühen Abbruch. Schade, denn dieser 190 SL hätte ein interessantes Projekt werden können.
Manchmal ist die Geschichte eines Oldtimers eben nicht die Restauration selbst, sondern der Moment, in dem klar wird, dass sie nicht stattfinden wird.