Fiat 500, 1967

2020 / Vollrestauration / Team Honza

Dieser flotte 500er Fiat kam aus Österreich, besser gesagt aus Niederösterreich zu uns. Auch dieser Eigentümer informierte sich nur wenig vor seinem Oldtimer Kauf in Italien. Keiner der nachträglichen Abarth Umbauten war in den Italienischen Brief eingetragen und somit in Österreich nicht zulässig.

Daraus entstand eine Liste von rund 40 Abweichungen und Schäden. Unsere Aufgabe stand darin, diese Schäden zu beseitigen und gleichzeit auch die Karosserie zu restaurieren. Nach erfolgter Arbeit bekam der Fiat in Österreich eine Einzelgenehmigung. Daher wieder unser Hinweis: Informieren Sie sich vor dem Kauf eines Oltimers. Es spart Ihnen Geld, Zeit und viel Ärger.

Encyklopedie:

Stellen Sie sich vor, Sie kriechen in eine Zeitmaschine, drehen den Knopf zurück ins Jahr 1957, und puff – da steht er, der Ur-Fiat 500. Dieser knuffige kleine Kerl ist so italienisch wie Pasta al Pomodoro und hat das Zeug dazu, selbst den grummeligsten Zeitreisenden ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Aber warum, fragen Sie? Nun, tauchen wir ein in die Welt des Fiat 500 und entdecken, was ihn so unvergesslich macht.

Zunächst einmal, der Fiat 500 war nicht nur ein Auto; es war eine Revolution auf Rädern. In einer Zeit, in der das durchschnittliche Fahrzeug so groß war, dass man darin beinahe einen Ballsaal unterbringen konnte, kam der Fiat 500 und zeigte der Welt, dass klein sein eine Tugend ist. Mit seinen bescheidenen Dimensionen (nur etwas länger als ein Gummibärchen… na gut, vielleicht ein bisschen größer) konnte der Fiat 500 durch die engsten Gassen Italiens flitzen, als wäre es ein Spaziergang durch den Park.

Unter der Haube – oder besser gesagt, unter dem Heck, denn dort war der Motor versteckt – brodelte ein 479 cm³ kleines Kraftpaket, das ganze 13 Pferdestärken freisetzte. Ja, Sie haben richtig gehört. Mit 13 PS konnte dieser Zwerg auf Rädern die Herzen höherschlagen lassen und gleichzeitig so sparsam sein, dass selbst ein Schotte seinen Hut ziehen würde.

Aber der Fiat 500 war mehr als nur ein sparsames Auto; er war ein Symbol der Freiheit. In der Nachkriegszeit, als Italien wieder auf den Beinen war, wurde der Fiat 500 zu einem Zeichen des Wirtschaftswunders, das den Italienern half, mobil zu werden und das Dolce Vita zu genießen. Er war praktisch der Vespa des Automobilsektors; klein, wendig und unverschämt charmant.

Und dann war da noch das Design. Mit seinen runden Formen und dem freundlichen Gesichtsausdruck erinnerte der Fiat 500 eher an einen liebenswerten Cartoon-Charakter als an ein Auto. Es war, als hätte jemand einen Haufen Niedlichkeit genommen und es in eine Autofabrik geschmuggelt. Nicht umsonst blieb der Fiat 500 bis 1975 in Produktion und fuhr direkt in die Herzen der Menschen.

Zusammengefasst: Der Fiat 500 war nicht nur ein Auto. Er war ein kleines Wunderwerk, das zeigte, dass Größe nicht alles ist. In seiner Essenz verkörperte der Fiat 500 das italienische Lebensgefühl, kombiniert mit einer Prise Ingenieurskunst und einem großen Löffel Charme. Ein wahrhaft zeitloser Klassiker.

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