MGB Roadster, 1967

2021 / Vollrestauration / Team Mirek

Und wieder ein Projekt aus der bayrischen Hauptstadt München. Dieses mal ein Britischer MGB Roadster mit Erstzulassung 1967 im schönen Wien. Eine Witwe verkaufte Anfang der 2010er Jahre dieses tolle Beispiel britischer Sportwagen nach München. Dort gab es bereits einige halbherzige Versuche einer Restaurierung bevor der Wagen zu uns kam. Der Rost der letzten 50 Jahre und ein mittelschwerer Unfallschaden, welcher „professionell“, wahrscheinlich bereits in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts teilweise mit Einsatz von Bauschaum beseitigt, wurden durch eine Komplettrestauration der Karosserie beseitigt. Der Motor war fast, zusätzlich durch altes Frostschutzmittel völlig verklebt und musste komplett neu aufgebaut werden. Nach einer Komplettlackierung und teilweise neuen Interier ging der Wagen zurück nach München.

Encyklopedie:

Stellen Sie sich vor, Sie schlendern durch die englische Landschaft, der Duft von frisch geschnittenem Gras liegt in der Luft, und plötzlich hören Sie das sanfte Knurren eines Motors. Sie drehen sich um, und da ist er: der MG B – klassisch, geschmackvoll und unverwechselbar britisch. Der MG B ist nicht einfach nur ein Auto; er ist eine Zeitkapsel auf Rädern, die uns direkt in die Swinging Sixties katapultiert.

Vorgestellt im Jahre 1962, war der MG B wie der coole Onkel, den jeder gerne hätte. Er war schnittig, sportlich und hatte das Flair eines Gentleman, der weiß, wie man eine Pfeife raucht, ohne sich dabei die Augenbrauen zu versengen. Mit seinem zeitlosen Design und der knackigen Linienführung war der MG B der Traum jedes aufstrebenden Rockstars und der Alptraum jeder konservativen Schwiegermutter.

Unter der Motorhaube verbarg sich ein 1,8-Liter-Vierzylinder, der genug Biss hatte, um es mit den besten seiner Zeit aufzunehmen. Natürlich, gemessen an heutigen Standards, könnte man denken, der MG B hätte eher das Temperament einer entspannten Teepause als das eines aufgebrühten Espresso. Aber lassen Sie sich nicht täuschen: Was ihm vielleicht an roher Pferdestärke fehlte, machte er durch Charakter und Fahrspaß wett.

Der MG B war nicht nur ein Fahrzeug; er war ein Statement. Er sagte: „Ja, ich könnte schneller fahren, aber warum sollte ich? Ich genieße die Fahrt.“ In diesem Auto ging es nicht um die Ankunft, sondern um das Unterwegssein. Es war das perfekte Auto für sonnige Sonntagsfahrten durch das Land, mit dem Wind im Haar und einem Lächeln im Gesicht.

Und dann war da noch die Zuverlässigkeit. Der MG B war so robust wie ein englischer Eichenbaum. Natürlich hatte er seine Macken – welches Auto aus dieser Zeit hatte sie nicht? –, aber seine Besitzer liebten ihn trotzdem oder vielleicht gerade deswegen. Er war wie ein treuer Hund, der zwar ab und zu in die Pantoffeln beißt, aber immer wieder mit seinen treuherzigen Augen um Vergebung bittet.

Zusammenfassend lässt sich sagen, der MG B ist mehr als nur ein klassisches Auto. Er ist ein Stück britischer Kulturgeschichte, ein Symbol für Freiheit und Abenteuerlust und ein Beweis dafür, dass wahre Schönheit zeitlos ist. In der Welt der Oldtimer ist der MG B nicht einfach nur ein weiteres Auto; er ist eine Legende auf vier Rädern.

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